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Oben ohne ist ein Lebensgefühl

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Unser Astra Cabrio im Frühjahr 2008.
Alle Welt spricht vom Spritsparen, aber - schaut man auf die Straßen - können die Autos nicht groß genug sein. Solche "Schiffe" waren noch nie mein Ding. Klein, wendig und halbwegs flott muss bei mir der vierrädrige Untersatz sein. Und seit 2007 muss auch Platz für die Sonne auf dem Rücksitz sein.

Als die Entscheidung für ein neues Auto anstand, hatte ich mir schon einige Cabrios mit so genanntem Hardtop (sprich: Blechdach) angeschaut. Wir sind nur noch zu zweit, brauchen also keine Familienkutsche mehr. Da ich kein Markenfetischist bin (und auch kein Schwerverdiener), habe ich mich nach einem preisgünstigen Cabrio umgeschaut. Wobei der Begriff "preisgünstig" relativ zu sehen ist.

Inzwischen hat ja jeder Hersteller Cabrios mit Hardtop im Programm. Mir gefiel die Dachlösung von Opel. Auch die Form des Astra TwinTop hat was, ist nicht so klobig, wie bei fast allen anderen Modellen. Als ich dann vor einer Cosmo-Edition mit Lederausstattung stand, war die Entscheidung gefallen. Zumal der Wagen aufgrund einer Tageszulassung merklich günstiger zu haben war.

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Unser schicker Astra an der historischen Mühle von Eckartsberga.
Unter der Motorhaube werkelt ein 1,8-Liter-Motor. Wie alle Opel-Motore ist er gutmütig und sehr strapazierfähig. Da kann ich es verschmerzen, dass er nicht so spritzig ist. Aber das Manko lässt sich mit einer etwas sportlicheren Fahrweise ausgleichen. Außerdem: Lacht die Sonne und ist das Dack offen, dann möchte man ehedem nicht auf die Tube drücken.

Der Clou des Wagens ist das dreigeteilte Dach, welches sich in knapp 30 Sekunden schließt oder zusammenfaltet und im Kofferraum versteckt. Das ist in meinem Augen die beindruckendste Lösung am Markt. Bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern bewegt sich das Dach. Am besten ist jedoch, man hält fürs Öffnen oder Schließen mal kurz an.

Trotz des eingeklappten Dachs gibt der Kofferraum noch einigen Stauraum her. Zwei mittlere Koffer und etwas Kleinzeug haben Platz. Um da heranzukommen, lässt sich das zusammengefaltete Dach per Knopfdruck etwas anheben.

Bei schönem Wetter fällt uns nun die Entscheidung zwischen Mopped und Cabrio nicht immer leicht. Doch es ist wahrlich ein tolles Gefühl, oben ohne durch die Landschaft zu gleiten. Und wenn unsereiner genug vom Gesang der Vögel hat, legt er eine Scheibe mit schönen Oldies ein und dreht die Musikanlage kräftig auf.

Über vier Jahre und mehr als 80.000 Kilometer hatten wir dieses Oben-ohne-Lebensgefühl ausgekostet.

Opel Astra H TwinTop

1,8-Liter-Exotec-Motor 103 kW (140 PS), Cosmo-Ausstattung, braune Ledersitze (vorn beheizbar), Regensensor, Nebelscheinwerfer, Parksensoren hinten, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Nebelscheinwerfer, Lederlenkrad, Tempomat, Klimaautomatik, CD-Radio mit 7 Lautsprechern, Bordcomputer, Fernbedienung für Stahl-Klappdach, Windschott, Auspuffendrohr Edelstahl poliert.

Höchstgeschwindigkeit lt. Werk: 209 km/h
Tankinhalt: 52 Liter
Verbrauch lt. Werk: 10,3/6,2/7,7 l je 100 km
CO-Emissionen kombiniert: 185 g/km

Der TwinTop wird schon lange nicht mehr produziert. 2013 hat Opel den größeren Cascada herausgebracht. Leider gibt es den nur mit Stoffdach. Der Cascada sollte offenbar etwas Gehobeneres werden. Gewollt ist aber noch lange nicht gekonnt. Schade - finde zumindest ich.

Mehr Informationen unter: www.opel.de
Diese Seite verwendet keine Kekse. Damit krümelt man ja nur die Tastatur voll. Ich bevorzuge Donauwelle. Rezepte sind im Internet leicht zu finden. Und hier sind meine Anmerkungen zum Datenschutz.