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Das CMS

Warum musste es gerade Mozilo sein? Wer sich eine eigene Homepage gestalten möchte, findet heutzutage zahlreiche (meist kostenfreie) Möglichkeiten dazu. Inzwischen ist es bei einem Provider und/oder Hoster üblich, dass sich die Kunden mit großen Online-Baukästen ohne jegliche Programmier-Kenntnisse eigene Seiten zusammenstellen können.

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Das Logo des Mozilo-CMS.
Ist man tiefer in die Materie eingestiegen, möchte man über kurz oder lang ein eigenes dynamisches CMS haben, um wirklich Herr seiner Inhalte zu sein. Mir ging es nach einem Jahr der statischen Seiten mit einer preiswerten kommerziellen Software nicht anders. Meine Prämisse: Das CMS muss einfach aufgebaut sein und keine außergewöhnlichen Anforderungen an meinen Web-Speicherplatz stellen. So führte mich der Weg der Recherche zu Mozilo.

Mozilo setzt lediglich voraus, dass auf dem Server des Providers PHP ausgeführt werden kann. Eine Datenbank (z.B. MySQL) ist nicht notwendig, denn die Inhalte werden in Textdateien gespeichert. Datenbanken zu dressieren ist nicht von ohne. Darum sollte das wirklich nur Großprojekten überlassen werden. Obwohl mit Mozilo ebenfalls sehr umfängliche Seiten gebaut werden können, erweist sich in der Praxis der Weg über die Textdateien als sehr effizient. Per FTP lassen sich diese z.B. sehr schnell sichern.

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Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt des Mozilo-Editors. (Klicken zum Vergrößern)
Das Mozilo-CMS verfügt über einen passwortgeschützten Administrationsbereich, welcher selbstredend von aller Internet-Welt aus per Browser aufgerufen werden kann. Dort befindet sich ein Editor, dessen Oberfläche an eine simple Textverarbeitung erinnert. Das Eingeben von Text und das Hinzufügen von Bildern ist ein Kinderspiel. Ebenso einfach ist der Aufbau der Seitenstruktur - welche man sich trotzdem zuvor gründlich überlegen sollte. Mozilo bringt alles mit, was zur Grundausstattung einer guten Homepage gehört: Formular, Gästebuch, Bildergalerie und Layout-Vorlagen. Seit der Version 1.12 haben die Mozilo-Entwickler diese Zusätze als Plug-Ins integriert, welche im Admin-Bereich zu- und abschaltbar sind. Zudem finden sich im Mozilo-Forum unzählige Tipps und Tricks der Coder und von Mozilo-Nutzern. So lassen sich auch weitere interessante Scripte anderer wie z.B. Grußkarten, ein kleiner Laden (neudeutsch: Shop) oder gar Videos integrieren. Und wer partout nicht weiterkommt, findet im Forum schnell gute Hilfe.

Wer sich mit HTML und CSS gut auskennt, ist natürlich im Vorteil. Die Gestaltung der Homepage und der einzelnen Seiten wird vorwiegend über Stylesheets gesteuert. Über die entsprechende Datei lassen sich das Aussehen und das Verhalten der Seiten beeinflussen. Auch das Einbinden von [Erklaerbaer01=Javascript|JavaScript ist eine Skriptsprache, die hauptsächlich für das DOM-Scripting in Web-Browsern eingesetzt wird. Mit DOM-Scripting erhalten Web-Sites erweiterte Funktionalitäten oder Anzeigeeffekte. Während HTML/CSS nur rudimentäre Möglichkeiten zur Nutzerinteraktion bietet, können mit JavaScript Inhalte generiert und nachgeladen werden, welche bestimmte Web-Anwendungen erst möglich machen.]en ist recht unproblematisch. Um auf diese Dinge unkompliziert zugreifen zu können, werden benutzerdefinierte Styles angelegt, welche dann im Editor aufgerufen werden.

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Im Mozilo können zum Beispiel über angepasste Syntax-Elemente zusätzliche Scripte oder Anwendungen integriert und direkt im Editor aufgerufen werden. (Klicken zum Vergrößern)
Es gibt in der weiten Internet-Welt noch andere kostenlose CMS, die in ähnlicher Weise funktionieren wie Mozilo. Doch keines dieser CMS wird so engagiert weiterentwickelt wie dieses, und keiner der Entwickler betreut seine Anwender so schnell und umfänglich wie die Mozilo-Mannschaft.

Sollte es jemand doch ein paar Nummern größer haben wollen bzw. brauchen (mehrere tausend Datensätze), dem empfehle ich aus eigenen Test-Erfahrungen joomla. Dieses datenbankbasierte CMS lässt sich im Grundsatz recht einfach designen und es gibt eine Unmenge Plugins. Ich bleibe jedoch bei Mozilo, das nach Aussagen seiner Entwickler über 400 Datensätze ohne Performance-Einbußen jongliert.

Übrigens: Die Mozilo-Entwickler haben auch ein Wiki im Angebot, welches sich genau genial einfach handhaben lässt, wie das Mozilo-CMS. Zudem gibt es ein schönes Gästebuch, welches man über den Admin-Bereich im CMS konfiguriert und per Syntax-Element aktiviert. Das MoziloGB hat einen eigenen Administrationsbereich und lässt sich über eine Stylesheet-Datei recht unkompliziert anpassen.
Diese Seite verwendet keine Kekse. Damit krümelt man ja nur die Tastatur voll. Ich bevorzuge Donauwelle. Rezepte sind im Internet leicht zu finden. Und hier sind meine Anmerkungen zum Datenschutz.